Zwetschgenknödel auf 4 Arten: Kartoffel-, Quark-, Hefe- und Brandteig

Zwetschgenknödel gehören zu den beliebtesten süssen Gerichten der mitteleuropäischen Küche. Es braucht nur wenige Zutaten und die Zwetschgensaison, und schon stehen saftige Obstknödel mit zerlassener Butter und Mohn oder Quark auf dem Tisch. Den Teig dafür können Sie auf gleich mehrere Arten zubereiten, wir zeigen vier bewährte Varianten: aus Kartoffeln, aus Quark, mit Hefe und aus Brandteig. Jeder Teig hat seinen eigenen Geschmack und seine eigene Konsistenz, gemeinsam ist ihnen die saftige Zwetschgenüberraschung im Innern.

Was Sie für die Zubereitung brauchen

Wählen Sie für Knödel eher feste, leicht unreife Zwetschgen. Überreife, saftige Früchte lassen beim Kochen zu viel Saft austreten, der den Teig von innen aufweicht. Zwetschgen waschen, trocken tupfen und entsteinen. Kleinere Sorten können Sie ganz lassen, einfach der Länge nach einschneiden und den Stein vorsichtig entfernen, grössere Früchte halbieren Sie besser.

Ein beliebter Trick: Legen Sie ein kleines Stück Würfelzucker oder einen Teelöffel Zwetschgenmus in die Öffnung, wo der Stein war. Der Zucker löst sich beim Kochen auf, und es entsteht ein feiner Sirup, der sowohl die Frucht als auch den umliegenden Teig aromatisiert.

Der Teig selbst wird nicht gesalzen, das Salz steckt im Kochwasser, in dem die Knödel garen. Stechen Sie die fertigen Knödel gleich nach dem Herausheben an mehreren Stellen mit einer Gabel an, damit der Dampf entweichen kann und sie luftig bleiben. Servieren Sie sie heiss, mit zerlassener Butter übergossen und mit gemahlenem Mohn und Zucker oder geriebenem Quark bestreut. Zu den Kartoffelknödeln passt auch ein Streusel aus geriebenem Lebkuchen ausgezeichnet.

Wie Sie Zwetschgenknödel zubereiten

Der Ablauf unterscheidet sich je nach Teig nur leicht, das Prinzip bleibt gleich: Sie bereiten den Teig zu, wickeln die Zwetschgen in Stücke ein und garen die Knödel in Salzwasser oder im Dampf. Unten finden Sie alle vier Teigvarianten mit den jeweiligen Garzeiten. Die Mengenangaben reichen für rund 12 Knödel, also drei bis vier Portionen.

Zwetschgenknödel aus Kartoffelteig

Der Kartoffelteig ist die traditionellste Variante. Knödel daraus lassen sich gut formen, haben eine schöne Farbe und sind richtig sättigend. Kochen Sie die Kartoffeln am besten einen Tag vorher, ausgekühlt lassen sie sich leichter raffeln und verarbeiten.

Zutaten: 500 g mehligkochende Kartoffeln, mit Schale gekocht, 200 g Mehl und etwas zum Bestäuben, 50 g Griess, 1 Ei, 20 g weiche Butter, eine Prise Salz, 12 bis 15 Zwetschgen.

Zubereitung:

  1. Die mit Schale gekochten Kartoffeln auskühlen lassen, schälen und fein reiben.
  2. Mehl, Griess, Ei, weiche Butter und Salz dazugeben und von Hand zu einem festen, nicht klebenden Teig verarbeiten. Klebt er, etwas Mehl einarbeiten.
  3. Den Teig in 12 bis 15 Stücke teilen und jedes in der Handfläche zu einem Fladen drücken.
  4. Eine vorbereitete Zwetschge in die Mitte legen, die Ränder sorgfältig verschliessen und zu einem runden Knödel formen.
  5. Die Knödel in kochendes Salzwasser geben und gleich nach dem Eintauchen vorsichtig vom Boden lösen. 6 bis 8 Minuten kochen.
  6. Mit einer Schaumkelle herausheben, mit einer Gabel einstechen und heiss servieren.

Zwetschgenknödel aus Quarkteig

Der Quarkteig ist fein und geschmeidig, Knödel daraus gehören zu den beliebtesten überhaupt. Wichtig ist, nicht zu viel Mehl zuzugeben, sonst wird der Teig fest. Verwenden Sie weichen Quark und lassen Sie ihn vorher gut abtropfen.

Zutaten: 250 g weicher Quark, 175 g Mehl, 1 Ei, 20 g weiche Butter, eine Prise Salz, 2 bis 3 EL Milch (nach Bedarf), 12 bis 15 Zwetschgen.

Zubereitung:

  1. Den Quark zerdrücken (körnigen Quark besser durch ein Sieb streichen), Ei, Salz und weiche Butter dazugeben und glattrühren.
  2. Nach und nach das Mehl einarbeiten, zuerst mit dem Löffel, dann von Hand, bis ein geschmeidiger, nur leicht klebriger Teig entsteht. Ist er zu fest, etwas Milch dazugeben.
  3. Aus dem Teig eine Rolle formen, in 12 bis 15 Stücke schneiden und jedes in der Handfläche flach drücken.
  4. Eine Zwetschge einlegen, den Teig gut verschliessen und zu einer Kugel formen.
  5. In kochendem Salzwasser 8 bis 10 Minuten garen. Die Knödel sinken zunächst zu Boden, nach dem Aufsteigen noch 1 bis 2 Minuten weiterkochen.
  6. Herausheben, mit einer Gabel einstechen und mit geriebenem Quark, Zucker und zerlassener Butter servieren.

Zwetschgenknödel aus Hefeteig

Hefeknödel sind luftig und leicht wie ein Buchteln. Sie brauchen wegen der Gehzeit rund eine Stunde mehr, das Ergebnis lohnt sich aber. Der Teig sollte sein Volumen verdoppeln, bevor Sie ihn auswallen.

Zutaten: 400 g Mehl, 2 dl lauwarme Milch, 20 g frische Hefe, 1 EL Zucker, 1 Ei, eine Prise Salz, 12 bis 14 Zwetschgen.

Zubereitung:

  1. Aus lauwarmer Milch, Hefe und Zucker einen Vorteig ansetzen und 10 bis 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  2. Mehl, Salz und Ei dazugeben und zu einem glatten, geschmeidigen und nicht klebenden Teig verarbeiten.
  3. Den Teig zugedeckt 45 bis 60 Minuten gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.
  4. Den aufgegangenen Teig in 12 bis 14 Stücke teilen, jedes flach drücken, eine Zwetschge einlegen und zum Knödel formen.
  5. Die fertigen Knödel auf einer bemehlten Fläche noch 10 bis 15 Minuten nachgehen lassen.
  6. In kochendem Salzwasser oder im Dampf 8 bis 10 Minuten garen.
  7. Gleich nach dem Herausheben mit einer Gabel einstechen, damit sie nicht zusammenfallen, und heiss servieren.

Zwetschgenknödel aus Brandteig

Der Brandteig entsteht, indem Mehl mit heisser Milch und Butter abgebrüht wird, ähnlich wie bei Windbeuteln. Knödel daraus sind am schnellsten fertig und haben eine glatte, feine Oberfläche.

Zutaten: 3 dl Vollmilch, 30 bis 40 g Butter, eine Prise Salz, 200 g Mehl, 1 Ei, 12 bis 15 Zwetschgen.

Zubereitung:

  1. Milch mit Salz und Butter in einer Pfanne aufkochen. Sobald es kocht, das gesiebte Mehl auf einmal einrühren und mit einem Kochlöffel kräftig verrühren.
  2. Bei milder Hitze 2 bis 4 Minuten rühren, bis sich der Teig vom Pfannenrand löst. Vom Herd nehmen und lauwarm abkühlen lassen.
  3. In den lauwarmen Teig nach und nach das Ei einarbeiten, bis er glatt, glänzend und formbar ist.
  4. Den Teig auf einer bemehlten Fläche 4 bis 5 mm dick auswallen und in rund 5 mal 5 cm grosse Quadrate schneiden.
  5. Auf jedes Quadrat eine Zwetschge legen, die Ränder verschliessen und zu einer Kugel formen.
  6. In kochendem Salzwasser 5 bis 7 Minuten garen. Nach dem Aufsteigen noch kurz weiterkochen, dann herausheben.
  7. Mit Mohn und Zucker bestreut und mit zerlassener Butter übergossen servieren.

Für alle vier Varianten gilt: Am besten schmecken die Knödel mit reifen Zwetschgen, die Sie selbst gepflückt haben. Höfe mit Selbstpflücke finden Sie auf der Karte aller Höfe.

Aktualisiert: 22. August 2026

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